Immer wieder hören wir von neuen „Trends“, die unser Leben beeinflussen werden. In den Medien scheinen sich die Diagnosen dabei rasch abzulösen: Waren es gestern noch „Globalisierung", „Klimawandel" oder „Überalterung", so lesen wir heute etwa von „New Work", „Künstlicher Intelligenz", „Resilienz", „hybrider Kriegsführung", „Pro-Aging"... Doch woher wissen wir, was die Zukunft bringt? Wie werden Prognosen oder Szenarien erstellt – und was bedeuten sie für uns? Wie unterscheiden sich wirkungsstarke Megatrends von reinen Moden oder auch von Mythen? Der Vortrag stellt Varianten des „Trendscoutings" vor, wirft auch einen Blick hinter die Kulissen der Zukunftsforschung und fragt nach ihren Potenzialen und ihren Grenzen. Prof. Dr. Nicole Hoffmann hat seit 2009 eine Professur am Institut für Pädagogik der Universität in Koblenz inne. Dorthin führten sie akademische Stationen in Regensburg, Bamberg, Berlin und Flensburg. Neben ihren Schwerpunkten im Bereich der Forschung zu Methoden und Medien des Lernens in biografischen, organisationalen und gesellschaftlichen Perspektiven engagiert sich Prof. Dr. Hoffmann seit vielen Jahren in unterschiedlichen Sozial- und Bildungsprojekten.
Wie denken wir über die Zukunft – und warum fällt es manchen Menschen leichter als anderen, zuversichtlich zu bleiben? Dieser Vortrag beleuchtet die psychologische Perspektive auf Zukunft und zeigt, wie Menschen mit Unsicherheit, Veränderungen und persönlichen Lebensübergängen umgehen. Im Mittelpunkt stehen wissenschaftliche Erkenntnisse aus der Psychologie zu Zukunftsdenken, Resilienz und Persönlichkeit: Welche inneren Einstellungen fördern Zuversicht? Wie entsteht Resilienz im Laufe des Lebens? Und welche Rolle spielt die Psychologie dabei, Orientierung und Handlungssicherheit zu geben? Der Vortrag richtet sich an eine breite Öffentlichkeit und verbindet verständliche wissenschaftliche Erkenntnisse mit alltagsnahen Beispielen. Regina Osranek ist Diplom-Psychologin, promovierte zum Thema "Nachhaltiges Verhalten in Unternehmen" und ist Systemische Beraterin (DGSF). Ihre Forschungsschwerpunkte liegen in den Themenfeldern Neue Arbeitsformen, digitale Teamarbeit, seelische Gesundheit in der Arbeitswelt und organisationale Resilienz. Schwerpunkte in der Beratung sind Personal-, Team- und Organisationsentwicklung. (Quelle: ITA)
Künstliche Intelligenz, Fachkräftemangel, New Work: Die Diskussion über die Zukunft der Arbeitswelt wird von wenigen, aber mächtigen Erzählungen geprägt. Doch welche Entwicklungen sind tatsächlich empirisch belegt und bei welchen handelt es sich eher um sehr zugespitzte Zukunftsbilder? Der Vortrag ordnet die Entwicklungen der letzten Jahre ein und zeigt, wie sich Arbeit verändert. Dabei werden aktuelle Studien berücksichtigt, aber auch unterschiedliche Zukunftsszenarien gegenübergestellt und kritisch reflektiert. Der Vortrag verbindet empirische Analyse mit Ansätzen der strategischen Vorausschau und eröffnet damit eine differenzierte Perspektive auf mögliche Zukünfte der Arbeit – jenseits von Hype und einfachen Prognosen. Andreas Weßner studierte Diplom-Sozialwissenschaften und absolvierte das verwaltungswissenschaftliche Aufbaustudium an der Deutschen Universität für Verwaltungswissenschaften Speyer. Er ist seit 2011 am Institut tätig und befasst sich derzeit vorrangig mit strategischen Herausforderungen in Unternehmen sowie in Organisationen im öffentlichen Sektor, organisationalem Wandel, Digitalisierung und Zukunftsforschung (Foresight). Daneben ist er u. a. Mitherausgeber der Zeitschrift für Zukunftsforschung sowie Mitglied des Steuerungs- und Entscheidungsboards des Netzwerks Zukunftsforschung. (Quelle: ITA)
Künstliche Intelligenz ist längst kein Zukunftsthema mehr: Sie steckt in Sprachassistenten, Empfehlungsalgorithmen, medizinischen Diagnosesystemen und Einstellungsverfahren – oft unsichtbar, aber wirksam. Der Vortrag gibt einen verständlichen Überblick über die wichtigsten KI-Entwicklungen und zeigt, wie lernende Systeme unseren Alltag, die Arbeitswelt und das gesellschaftliche Miteinander bereits heute verändern. Chancen wie effizientere Prozesse und neue Innovationsfelder werden dabei ebenso beleuchtet wie Risiken durch mangelnde Transparenz, mögliche Diskriminierung oder schwindende menschliche Kontrolle. Im Mittelpunkt steht die Frage: Welche Bedingungen brauchen wir, damit KI dem Menschen dient – und nicht umgekehrt? Dr.-Ing. Tobias Krafft ist Geschäftsführer der Trusted AI GmbH und ausgewiesener Experte für die Analyse und Regulierung algorithmischer Systeme sowie für KI-Zertifizierung. Als Träger des Weizenbaumpreises 2017 verbindet er technische Tiefe mit einem klaren Blick für gesellschaftliche Verantwortung. Er berät seit Jahren öffentliche Institutionen beim verantwortungsvollen Einsatz von KI und beim Aufbau verlässlicher Prüfstrukturen.